Der Berlin Marathon 2021 

Die guten und schlechten Seiten unseres Sports

Was macht das Laufen eigentlich aus? Das Gefühl, nach langen und intensiven Trainingswochen endlich die so lang ersehnte Bestzeit gelaufen zu sein? Das Ringen mit sich selbst während eines Marathons und die Zufriedenheit, nicht aufgegeben, sondern sich durchgebissen zu haben? Das Comeback nach einer Verletzungspause oder das Aufstehen nach einem gescheiterten Wettkampf?

All diese positiven und negativen Seiten des Sports durften bzw. mussten unsere Athleten Clara, Tobi und Carlo während des Berlin Marathons 2021 erleben.

Clara

Für sie war es leider ein sehr entspanntes Wochenende. Nachdem ihr gemeinsam mit Tobi geplanter Start im Jahr 2020 coronabedingt verschoben werden musste, wollte sie in diesem Jahr ihren ersten offiziellen Marathonstart in der Hauptstadt wagen. Leider musste Clara ihre vielversprechende Marathonvorbereitung aufgrund einer hartnäckigen muskulären Verletzung beenden. Trotzdem reiste sie als „Edelsupporter“ mit nach Berlin und unterstützte die anderen Starter vom Streckenrand.

Auch hier konnte sie mit der bekannten Spritzigkeit und Ausdauer überzeugen. Im kommenden Jahr wirst du dich hier anfeuern lassen können. Wir freuen uns darauf!

Tobi

Auch bei Tobias verlief die Trainingsvorbereitung wie am Schnürchen. Die teils sehr harten Einheiten wurden souverän abgespult. Auch eine Halbmarathonbestzeit beim Nibelungenlauf in Worms konnte verzeichnet werden. Leider schlichen sich wenig Tage vor dem Berlin Marathon muskuläre Probleme ein. Doch ein echter Läufer lässt nichts unversucht. Mit einigen Salben und Behandlungen durch den Physiotherapeuten im Gepäck, machte sich Tobi auf den Weg nach Berlin. Doch bereits wenige 100m nach dem Start ging nichts mehr. Das ist sicherlich die emotional schmerzhafteste Art, auszuscheiden. Doch auch das gehört zu unserem Sport. Jetzt heißt es: Mund abputzen und weitermachen. Beim nächsten Versuch kann es nur besser werden. Wir wünschen dir schnelle Regeneration.

Carlo

Carlo, der dritte im Bunde, der erst wenige Tage vor dem Wettkampf von seiner Teilnahme erfuhr, startete nicht selbst, sondern als Guide für den blinden Läufer Tien-Fung Yap (Tieni). Da der ursprünglich eingeplante Begleitläufer aufgrund einer zugezogenen Verletzung passen musste, sprang Carlo kurzfristig ein. Als Ziel wurde nicht weniger als die Aufstellung eines neuen deutschen Rekordes für Blinde- und sehbehinderte Läufer (T12) ausgerufen.

Gesagt, getan!

Am Ende stand eine neue persönliche und deutsche Bestzeit von 2:46:29h für Tieni zu Protokoll, was eine Verbesserung des bisherigen deutschen Rekords um 25 Sekunden bedeutete. Mission accomplished!

Berlin, es war uns ein Fest. Beste Bedingungen, eine erstklassige Strecke und Organisation. Außerdem durften wir gemeinsam mit unseren Freunden und Familien die Stadt erleben. Wir kommen wieder! Beim nächsten Mal hoffentlich mit abermals in Bestform befindlichen und gesunden Athleten.

 

Kategorien: Vereinsleben